Start
Was ist LTE? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 15. August 2010 um 20:38 Uhr

Downloads in Höchstgeschwindigkeit, blitzschnelle Antwortzeiten vom Netzanbieter und extrem robuste Datenübertragung - klingt zu schön um wahr zu sein. Doch mit LTE wird das Wirklichkeit. Dieser Mobilfunkstandard erlaubt (ähnlich wie das derzeit verbreitete UMTS) das Abrufen von Daten über Funk - im Wesentlichen also die Internetnutzung per Surfstick, PC, Handy oder Laptop ohne Kabelverbindung. Das war zwar bisher auch schon über die Standards GPRS oder UMTS möglich, erhält aber nun mit LTE weitreichende Verbesserungen.

LTE ist schneller

Als wichtigstes Kriterium beim mobilen Internet gilt die Surfgeschwindigkeit. Und da eilt LTE der Konkurrenz um UMTS oder HSDPA weit voraus: Im Gegensatz zu diesen derzeit eingesetzten Techniken ist LTE um etwa das Zehnfache schneller. Selbst das dank Kabel robuste DSL zuhause am PC ist nur halb so schnell wie der neue Datenturbo. LTE liefert so etwa 100 Megabit pro Sekunde - eine komplette CD ist da in fünf Sekunden aus dem Netz geladen.

Neben der bloßen Download-Rate hat LTE aber auch andere Vorteile: Die Technik ist etwa im Gegensatz zu UMTS ein rein paketorientierte Datendienst - Pausen, die beispielsweise beim Website-Aufruf durch das Warten auf die Antwort des Telekommunikationsbieters entstehen, können hier für weitere Anfragen benutzt werden. Und schlussendlich sind auch die Antwortzeiten der Provider um ein Vielfaches geringer: Wer eine Adresse in den Browser eintippt (und damit an den Netzrouter des Netzanbieters) abschickt, erhält wesentlich schneller eine Antwort.

LTE wird damit zum DSL-Ersatz speziell in Gebieten, in denen die Provider keinen DSL-Ausbau leisten. Und selbst wer bisher zuhause noch per Kabel surft, dürfte es sich aufgrund des Übertragungsgeschwindigkeit nochmal überlegen, auf LTE zu wechseln.

LTE ist robuster

Ein großes Manko bei derzeitigen Funkverbindungen ins Web per Handy oder Laptop ist die Störanfälligkeit der Verbindung. Das dabei genutzte UMTS (HSPA) bekommt Probleme, wenn mehrere User gleichzeitig über eine Funkzelle surfen. Bei LTE ist das kein Problem mehr: Dank der skalierbaren Bandbreite ist die jeweilige Frequenz zwischen 1,4 und 20 Megahertz breit. Außerdem wird ein Zwei-Antennen-System auf Sender- und Empfängerseite eingesetzt, das Übertragungsfehler leichter korrigieren kann.

Wann startet LTE in Deutschland?

Nach der Versteigerung der Frequenzen Ende Mai 2010 haben alle großen Anbieter bis auf E-Plus entweder mit dem Netzausbau bereits begonnen oder zumindest einen festen Termin angekündigt. O2 etwa plant ebenso wie Vodafone, mit dem LTE-Ausbau im September 2010 zu beginnen. Weiter ist das schon die Telekom beziehungsweise T-Mobile: Bereits seit Mitte Juni errichtet der Telekommunikationsriese sein LTE-Netz - erste erfolgreiche Tests fanden bereits in Österreich statt.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. August 2010 um 20:42 Uhr